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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rheumazentrum Wendelstein/ Bad Aibling ?


Alexa781
11.03.2006, 10:57
Hallo!

Ich habe seit ca. einem Jahr Psoriasis (Königsbeck-Barber). Meine Hautärztin empfahl mir den Kurantrag, der nun innerhalb von 2 Wochen bewilligt wurde.

Man wählte das Rheumazentrum Wendelstein in Bad Aibling.
Beim stöbern im Netz fand ich keine wirklich guten Kritiken zu dieser Klinik. Außerdem bezweifle ich, dass eine Rheumaklinik das richtige für mich ist.

Hatt jemand von euch Erfahrungen mit dieser Klinik, oder kann mir jemand sagen, wie ich mich gegen die Entscheidung der Rentenversicherung wehren kann, ohne die Kur letztendlich ganz abgelehnt zu bekommen?

Vielen Dank,

Alexa

Willi, das Krokodil
16.04.2006, 15:30
Hallo Alexa, :)

habe schlechte Erfahrungen mit dieser Klinik gemacht. Geh in Widerspruch und begründe ihn mit deiner behandlungsbedürftigen Schuppenflechte. Solebäder sind da zu empfehlen. Vielleicht läßt sich die BFA drauf ein.

Liebe Grüße von Willi, dem Krokodil :)

.anna
16.04.2006, 20:56
Hallo Alexa,

super , das es so schnell mit der Bewilligung geklappt hat. Die Klinik selber kenne ich nicht.
Ich selber habe im letzten Jahr eine Reha bewilligt bekommen und zwar bei mir gleich um die Ecke in Bad Bramstedt. Auch ich war nicht so begeistert von der Klinik und habe einen Umstellungsantrag bei der BFA gestellt, mit der Bitte nach Bad Bentheim fahren zu dürfen. Dem haben sie innerhalb einer Woche statt gegeben. Bad Bentheim ist für PSO und PSA spezialisiert.

Viel Glück :)

Liebe Grüsse Andrea

Alexa781
08.05.2006, 18:59
Vielen Dank für eure Antworten.

Für einen Widerspruch ist es mittlerweile zu spät.

Ich werd nächsten Mittwoch (17.05.2006) fahren. Wenn dort alles klappt werde ich mich mal bei euch melden.

Ansonsten denk ich mal werdet ihr mir doch sicher die Daumen drücken, dass wenigstens ein bissel was bei der ganzen Geschichte herauskommt.

Falls nicht, wird die Rentenversicherung von mir nen saftigen Brief bekommen.

Claudia
08.05.2006, 19:24
Hi Alexa,

fahr' besser nicht mit zu starken Vorurteilen hin, so in dem Sinne "Das wird ja sowieso nichts".

Bei der Deutschen Rentenversicherung selbst steht, dass die Klinik die Haut auch im Hause mit behandelt. Dort steht:

<Zitat Anfang>
Krankheiten der Haut (insbesondere Psoriasis, wenn sie mit Gelenkschmerzen und -entzündungen verknüpft ist)
<Zitat Ende>

Womit behandelt wird, steht so da:



Elektrophysikalische Therapie und Phototherapie:
- Interferenzstrom
- UVB (Waldmannkabine) (Eine Waldmannkabine wird eingesetzt zur Behandlung bei Schuppenflechtenarthritis mittels Ultraviolett-B-Strahlung)



Thermo-, Hydro-, Hydrogalvanische Balneotherapie und Heilmittel:
- Lokale Kältetherapie
- Medizinische Badezusätze
- Moorbäder
- Schwefelbäder
- Solebäder
- Teilbäder


Moorvollbad

Hier steht das so (http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_27064/DRVB/de/Inhalt/Rehabilitation/kliniken/wendelstein/klinik__im__detail.html). Ich hoffe, der Link funktioniert.

Der Chef der Klinik, Dr. Miehle, ist jedenfalls eine Koryphäe in Sachen Rheuma und Psoriasis arthritis.

Gruß

Claudia

Alexa781
09.05.2006, 20:59
Vielen Dank für den Link Claudia!

Hab schon viel im Netz gesucht, aber so viele Informationen zur Klinik hab ich noch nicht gefunden.

Ich hab mich nun damit abgefunden, dass ich dort hin fahre.
Die Vorbereitungen laufen.

Kann mir vll. jemand nen Tipp geben, was ich an Geld brauche für die 3 Wochen?

Wie siehts in den Kliniken aus mit Grundgebühren für Telefon / Fernseher usw. ???

Willi, das Krokodil
12.05.2006, 17:40
Hallo Alexa, :)

der Chefarzt in Aibling hat höchstpersönlich bei mir meine Schuppenflechte negiert und die entzündungen als nicht vorhanden deklariert, da ja Entzündungszeichen im Blut fehlen. Meine schlechten Erfahrungen führten dazu, daß ich immer Aibling ablehnen werde.

Liebe Grüße von Willi, dem Krokodil :)

Alexa781
24.05.2006, 16:34
Bin nun hier!

Nach einer Woche hab ich endlich einen Hautarzt zu Gesicht bekommen! Ich bin ja mächtig zufrieden! :-/

Der große Erfahrungsbericht kommt später!

Alexa781
19.07.2006, 22:12
Nachdem ich nun schon so lang getrödelt hab kommt nun endlich mein Bericht zum Rheumazentrum Bad Aibling


Klinik / Außenanlagen / Mahlzeiten

Die Klinik ist ein Bauwerk aus den 60er Jahren, über die Zeit hin wurde hier und da ein bißchen an- und umgebaut. Zum Klinikgelände gehört eine mittelgroße Parkanlage in welcher sich eine Minigolfanlage befindet. In den Sommermonaten werden hier Liegestühle bereitgestellt. Eine Raucherinsel befindet sich im letzten Winkel des Parks, gut versteckt unter Bäumen und Büschen.
Ein großer, unbefestigter Parkplatz für die Patienten befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Der Eingangsbereich der Klinik ist freundlich, hell gestaltet. Dort befinden sich 2 Sitzecken. Hier werden die üblichen Tageszeitungen zum lesen bereitgehalten.
Im Kellergeschoss der Klinik befinden sich sämtliche Behandlungsräume einschließlich der Bewegungsbäder.
Aufgrund der etwas ungenauen Beschilderung verläuft man sich hier und da schon mal recht schnell im Klinikkomplex.
Die Klinik ist für ca. 260 Patienten ausgelegt. Die Unterbringung erfolgt ausschließlich in (teilweise sehr kleinen) Einzelzimmern mit Telefon und Fernseher sowie Dusche/WC.
Die Mahlzeiten werden in einem Speisesaal eingenommen. Die Zuordnung der Sitzplätze erfolgt durch das dortige Personal. Das Essen ist nicht wirklich abwechslungsreich und so mancher „Reduktionskostler“ ist mittags schon recht häufig darauf angewiesen sind nebenbei noch etwas zu essen zu besorgen.

Die Atmosphäre in der Klinik ist sehr locker, was sich jedoch auch darin wieder spiegelt, dass die Anwesenheit bei Therapien nicht überprüft wird (schwänzen ist eigentlich immer möglich). Die Schwestern (zumindest auf meiner Station) machen sich nicht tot...z. B. Blutdruckmessungen muss der Patient selbst vornehmen, während nebenbei ein Privatplausch abgehalten wird.

Betreuung/Behandlung/Therapie

Bei der Eingangsuntersuchung durch die Stationsärztin, vor welcher mir eine Schwester schon mitteilte, dass meine PSO in der Klinik „nebenbei“ mit behandelt würde bekam ich neben den üblichen Sporttherapien Solebäder sowie Phototherapie/Ganzkörper verordnet, obwohl eine Therapie für Hände und Füße sinnvoller und sicher auch effektiver gewesen wäre (Gerät ist in der Klinik ebenfalls vorhanden). Auf meine PSO wurde bei dieser Untersuchung gar nicht erst eingegangen, da schließlich eine dermatologische Untersuchung folgen sollte.
Meine Anwendungen begannen am 2. Rehatag. Üblicherweise 1 Sporttherapie, Solebad und Phototherapie. Die 15 Minuten des täglichen Solebades verbrachte ich damit Unmengen Kochsalz im Badewasser aufzulösen. Die Phototherapie wird zwischen Tür und Angel durch einen der Masseure durchgeführt.
Nach einer Woche (!) bekam ich endlich die erste und einzige Gelegenheit einen Dermatologen zu konsultieren. Da die Rheumaklinik keinen Dermatologen beschäftigt werden dermatologische Konsile jeweils Mittwochnachmittag abgehalten. Meine Erkrankungsherde an den Händen wurden durch die Dermatologin aus etwas 2 Metern Entfernung begutachtet. (Hatte da etwa jemand Angst vor einer Ansteckung???). Bei dieser „Untersuchung“ wurde nicht weiter auf die Entwicklung und frühere Therapie meiner PSO eingegangen, die Notizen meiner Dermatologin wurden lächelnd beiseite gelegt. Meine Füße schaute sich die Ärztin gar nicht erst an. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits Verbrennungen (starke, schmerzhafte Rötungen) durch die Phototherapie hatte, nutzte ich die Gelegenheit diese Therapie anzusprechen. Die Ärztin hatte scheinbar weder Interesse noch Zeit sich meine Haut anzuschauen und entgegnete mir ich sollte das mit dem Schwestern klären. Die Umstellung auf die Teilkörpertherapie Hände/Füße würde sie jedoch veranlassen. Ich bekam Ichtocortin-Salbe verordnet, welche auch bereits nach 2 Tagen (wohlgemerkt 1 ½ Wochen nach meinem Reha-Antritt) ohne irgendwelche Anwendungshinweise in meinem Zimmer vor fand. Die Umstellung der Phototherapie erfolgt auch nach mehrmaligen Nachfragen meinerseits nicht. Durch die diensthabende Schwester wurde mir nach einer schlaflosen Nacht durch die Verbrennungen erläutert, dass ich keine Verbrennungen hätte, da schließlich „nicht einmal Bläschen zu sehen seien“. (ohne Kommentar)

Fazit

Alles in Allem ist diese Klinik sicher für Rheumaerkrankungen oder PSA geeignet, sicher aber nicht für eine Therapie, wie ich sie benötigt hätte.

Meine Beschwerde an die Rentenversicherung ist unterwegs!

Nochmal bewegt mich kein Mensch in diese Klinik!

Weitere Details gern per Mail!