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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychische Auswirkungen


pso
20.07.2005, 16:22
Hallo,

Bin 22 Jahre, aus Kiel und gerade neu angemeldet in diesem Forum. Ich möchte einfach mal fragen, ob es Menschen hier gibt, die ähnlich denken und fühlen wie ich.

Für mich ist die Lebensqualität, seitdem ich die Pso habe (8. Lebensjahr) extrem gesunken. Manchmal ist meine Lebensqualität auf dem Nullpunkt und ich frage mich, warum ich noch weiterleben sollte mit dieser Krankheit. Das heisst, dass ich die Psoriasis nicht akzeptieren kann und sie mir im Alltag extreme Probleme macht.

Wenn ich schaue, wo Jugendliche oder Gleichaltrige mit 22 stehen, was sie für soziale Kontakte haben, wie leicht es den meisten fällt, eine Partnerin zu finden, wie locker sie sind, dann kann ich vor Neid zur erblassen. Mir gelingt es nicht, oberflächlicher zu werden, egoistischer zu werden, meine Sensibilität abzulegen, nicht mehr heimlich zu weinen.

Weiß nicht, ob es hier Menschen gibt, denen es ähnlich geht...viele hier, die die Krankheit lange anerkannt haben werden sicher sagen oder denken, dass es doch gar nicht so schwer ist, die Krankheit anzuerkennen oder bestimmte Dinge trotz der Krankheit zu schaffen. Aber für mich ist es extrem schwer z.B. in kurzen Sachen rumzulaufen oder mich in Schwimmbäern zu zeigen. Der Friseurbesuch ist für mich schon eine Qual, gaz zu schweigen vom rumlaufen in langen Kleidungen im Hochsommer. Eine Freundin zu finden, die einen so liebt und akzeptiert wie man ist, ist doch fast unmöglich. Ich denke, am besten wäre es, jemanden zu haben, die auch Pso hat aber wo findet man diese?

Oft kreisen die Gedanken nur darum, dass das Leben von anderen, die eine gesunde Haut haben, so viel leichter ist und man durch diese Krankheit so viele Nachteile hat, dass das Leben doch kaum noch eine Qualität hat. Vielleicht kann mir noch jemand bis hierher folgen. Es fehlt oft einfach ein Menschen, der einen im Arm hält und die Sorgen, Ängste und Bedenken, die man hat, teilt.

Danke fürs Zuhören
pso

Katharina
20.07.2005, 17:08
Hallo Pso!
Ja, ich kann Dir folgen - auch gefühlsmäßig - bis zum Schluss Deines Schreibens.
Speziell in Deinem Alter ist eine Krankheit wie diese nur schwer zu ertragen. Ich
kann mich noch gut erinnern...Es hilft auch nicht wirklich wenn man gesagt bekommt
"es gibt Schlimmeres" und dergleichen mehr "Weisheiten". Erzähl ein bisschen mehr von Dir! Was hast Du alles in den Jahren davor an Behandlungen "probiert"? Wann geht es Dir und Deiner Haut am Besten? Sommer oder Winter? Interessiert mich wirklich!
Und sicher einige andere auch hier im Forum.
Aus eigener Erfahrung weiß ich wie es sich anfühlt, wenn das Selbstwertgefühl - an manchen Tagen besonders - "den Bach runter geht". Jeder Tag war damals ein Kampf mit mir selbst. Irgendwann schaffte ich es in den Spiegel zu sehen und mich als ganze
Person wahrzunehmen; nicht nur meine Flecken. Ab diesem Zeitpunkt ging es "bergauf". Die Psoriasis annehmen im Sinne von "gehört zu mir und zu meinem Leben. Nicht ankämpfen dagegen sondern etwas DAFÜR tun. Es gibt viele Mittel und Möglichkeiten die "Erscheinungen" zu mildern. Manches können wir halt nicht immer tun...aber wenn
es einmal geht, genießen wir dies umso mehr. Erscheinungsfreie Zeiten sind wie ein Geschenk.
Lies ein bisschen hier. Vielleicht ergibt sich etwas neues dadurch. Und...ich bin mir ganz sicher...bald gehört diese Krankheit bzw. ihre unangenehmen Auswirkungen der
Vergangenheit an. Bis dahin ... wir müssen uns irgendwie "drüberhandln" wie man hier bei mir sagt.
Liebe Grüße...und such Dir bitte einen netten Friseur für den Schuppenflechte kein Grund für dummes Fragen ist.
Katharina

pso
20.07.2005, 17:15
Hallo Katharina!

Danke für Deine schnelle Antwort auf meinen Beitrag im Forum Psyche. Nun weiß ich ja, dass es noch andere hier gibt, die meine Gedankengänge nachvollziehen können, wobei ich schon bei dir herausgelesen habe, dass Du durch 'meine Phase' schon durch bist und die Krankheit anerkennst, d.h. dass sie für Dich schon zu Dir gehört und Du sie akzeptiert hast.

Ich denke, dass das der schwerste aber auch der wichtigste Schritt ist und wnen ich ganz ehrlich sein soll und darf: Glaube von mir selbst nicht, dass ich diesen Schritt je schaffe. Nun hardere ich schon seit so vielen Jahren mit der Krankheit und genau diesem Schritt aber es mag mir nie gelingen, diesen Schritt zu gehen. Mal kümmere ich mich weniger um die Krankheit und mal mehr. Besonders wenn es mir schlecht geht dann macht mir die Krankheit noch mehr zu schaffen.

Früher dachte ich, dass die Krankheit im Winter mehr ist aber nun kann ich das nicht genau sagen, eigentlich scheint es eher von anderen Faktoren abhängig zu sein z.B. das Essen von Joghurts, das Trinken von Milch oder die Einnahme von Milchprodukten.

Zu den Therapien die ich hatte zählt die Lichttherapie, die ja mit Uv-B Licht betrieben wird. Diese hat überhaupt nicht geholen, genauso, wie die vom Hautarzt damals verschriebenen Crems und Salben. Nun bin ich seit ca. 5 Jahren ohne Behandlung und es ist genauso als in den 6 Jahren mit Behandlung gewesen.

Wie sieht es bei Dir aus? Nimmt die Krankheit noch immer einen recht großen Einfluss auf Deinen Lebensinhalt oder hat dieser Prozess sehr abgenommen?

pso

Katharina
20.07.2005, 18:19
Hallo Pso!
Hast richtig "rausgelesen" ;) Du bist im Alter meiner Kinder. Aber ich spüre noch immer diese Gefühle von damals; besonders als ich Deinen Beitrag las.
Lass einmal Deine Psoriasis auf der Seite. Könntest Du Dich jetzt so annehmen wie Du bist? Oder gibt es da noch "etwas" in Dir was nicht angenommen werden kann? Wenn ja, sollte man vielleicht erst damit beginnen. Wenn nein, dann nichts wie los! 5 Jahre hast Du jetzt nichts getan. Viel neues gibt es in der Zwischenzeit.
Ein guter Hautarzt in der Nähe? Mit dem man wirklich reden kann?
Dein Foto: Du siehst gut aus. Du musst nun auch etwas tun, dass Du Dich gut fühlst. Vergiss das Annehmen der Krankheit. Geht ja nicht mit Zwang, sondern kommt von ganz alleine...wenn Du Dich (endlich?) wichtig nimmst.
Deine Frage zu mir: Die Zeit die ich täglich benötige um diese Krankheit nicht als Krankheit zu empfinden (baden, schmieren, sonnen, laufen..) genieße ich. Es macht mir Freude diesen Körper fit und gesund zu halten. Da ich berufstätig bin, kann schon auch einmal ungesunder Stress entstehen. Hält sich aber in Grenzen.
An die Nebenerscheinungen dieser Krankheit hab' ich mich bis heute noch nicht gewöhnen können. Jeder Fleck wird versteckt...aber sofort etwas dagegen unternommen. Im Moment bekomme ich ein Medikament namens Raptiva. Kann man hier einiges darüber lesen.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag und hoffe, dass ich Dich nicht zu sehr
bemuttert habe :o
Liebe Grüße von
Katharina

maxlina
20.07.2005, 19:10
Hallo
Auch ich habe schuppenflechte mit 14 bekommen.Heut bin ich 44 und leb damit.Ich hab damals genauso gedacht wie du und alles erschien mir sinnlos.Mit den jahren bin ich hart gegen mich selbst geworden,und wer mit meiner Krankheit nicht klarkommt,soll dann bleiben wo er will.Ich hab oft bissige bemerkungen bekommen als wenn es die Pest wäre,aber sowas macht dich stark.Heute hab ich nur noch ein paar stelllen,lebe mit der Krankheit,sie gehört halt zu mir.Bitte lass den kopf nicht hängen,auch für dich wird mal die sonne scheinen.und rede wenn du reden willst das ist auch sehr wichtig :)

sunlife
20.07.2005, 19:14
hi
ich habe gerade deine beiträge gelesen
ja in deine situation kann ich mich auch sehr gut reinfühlen-zumal ich im moment auch wieder mal einen tiefpunkt habe(habe seit 12 jahren pso) solche momente kommen immer mal wieder, da hilft mir einfach nur: mir selber in den hintern zu treten und mir zu sagen :wer aufgibt verliert -und verlieren werde ich nicht !!
diese miesen momente gehen aber auch wieder
ich finde es oftmals auch sehr schwer in kurzen hosen rumzulaufen ( durch viele gespräche habe ich aber auch schon mitbekommen dass es auch menschen gibt deren haut ok ist, die aber dennoch keine kurzen hosen anziehen)
im sommer ins schwimmbad? -da findest du mich nie.
doch es gibt auch ohne schwimmbad tolle möglichkeiten der freizeitgestaltung und für mich war meine pso auch die möglichkeit persönlich zu wachsen- ich habe in meiner persönlichen entwicklung wege eingeschlagen in denen ich gewachsen bin -die ich ohne pso nicht annähernd gegangen wäre.
sozusagen kann ich eigentlich fast sogar dankbar sein für die pso :o
tja und was die mädels anbelangt, die die dich liebt ,liebt dich auch mit pso
und wenn es an der zeit ist findest auch du dieses mädchen
doch viel wichtiger ist es wirklich dich selbst zu akzeptieren und zu lieben.
und vor allen nie aufzugeben
in diesem forum findest du immer ein offenes ohr,hier gibt es leute die auch immer wieder mal in dieser situation sind und diese situationen schon durch haben.
und was ist schon ein makelloser körper?? den hat doch fast keiner-schau dich um und betrachte dir die ganzen leute mal ganz genau -jeder hat doch irgend was anderes,manchmal ist das auch erst auf den zweiten blick zu erkennen.
und wenn die leute glotzen ,lass sie doch - sieh mal genau hin, nicht jeder schaut nur auf die pso-ist mir am wochenende aufgefallen,
und wenn bei mir einer die haut anstarrt -streck ich meine nase erst recht in die höhe und schau den genau an. du wirst lachen auch an dem fällt mir was auf was nicht in die schönheitsnorm passt.
du bist du und du bist wichtig auf dieser welt denn du bist nicht umsonst hier, da hat sich jemand was dabei gedacht dich hier auf diese welt zu schicken
also kopf hoch und vergiß nicht
wer aufgibt-verliert, und verlieren tun wir nicht
der charakter und der mensch selber ist doch ausschlaggebend. :)
Liebe Grüße sunlife

pso
20.07.2005, 19:28
Hallo ihr,

Das was ihr schreibt sollte sicherlich Mut machen und ist zum größten Teil auch sehr gut nachvollziehbar. Aber man kann sich das Leben auch oft sehr schön reden - die Psoriasis aber bleibt, mit ihr muss man leben.

Wahrscheinlich muss man die Einstellung gewinnen, dass man drüber steht, sich gar keine großen Gedanken über die Krankheit macht und sich denkt: Wenn der oder die mich nicht akzeptiert, dann ist es eben so. Man darf sich aus vielem wohl nicht so viel machen, sich nicht selbst runterziehen. Ja, verständlich ist dies alles - doch man selbst ist in einigen Situationen der ausgegrenzte, der die Blicke oder Kommentare erntet wo andere ganz normal sind. Man selbst ist dann der seltsame, der merkwürdige, der auffälige. Damit klarzukommen erfordert Zeit und viel Arbeit an sich selbst.

Ja muss ich sagen dazu, dass man erstmal mit sich selbst klar kommen muss, bevor man an eine Partnerin denkt. Wahrscheinlich ist sonst eine Beziehung schon vorher zum Scheitern verurteilt weil man in der Beziehung selbst zu sehr mit sich selbst und nicht mit dem Partner beschäftigt ist. Aber andererseits denke ich, dass einem der Partner auch dabei helfen kann - genau wie man selbst den Partnern bei seinen jeweiligen Problemen helfen kann, damit umzugehen, seine Probleme und Sorgen zu verstehen.

Einsamkeit, Pso und andere private Probleme machen einem das Leben ganz schön zur Hölle - aber wahrscheinlich muss man allem entgegentreten und sagen:

Du schaffst das.
Danke euch erstmal!

pso

Teetasse
21.07.2005, 01:18
Also ich hab die Erfahrung gemacht (und ich hab die Pso jez auch 11 Jahre...), dass man sein Lebensgefühl einfach neu definieren muss. Versuche neue Dinge in deinem Leben zu finden, die du toll findest! IS anfangs zwar nicht ganz einfach, aber mit bissi Übung ist es machbar ;-)
Liebe Grüßlis und Kopf hoch!
Teetasse

sunlife
21.07.2005, 08:38
Ja, verständlich ist dies alles - doch man selbst ist in einigen Situationen der ausgegrenzte, der die Blicke oder Kommentare erntet wo andere ganz normal sind. Man selbst ist dann der seltsame, der merkwürdige, der auffälige. Damit klarzukommen erfordert Zeit und viel Arbeit an sich selbst

sicher aber was hilft es dir wenn du da selbstmitleid oder minderwertigkeitsgefühle entwickels?? nichts, es zieht dich nur noch mehr runter. glaub mir ich war auch schon da wo du jetzt bist.-du stehst da und kommst mit dir selber nicht mehr klar. ich hatte damals meinen mann an meiner seite und er versuchte mir wirklich sehr zu helfen doch ich fühlte mich dennoch sehr alleine-obwohl er da war, weil ICH die pso hatte und sonst keiner, ICH musste mich jeden tag neu anschauen und was ich sah hätte ich am liebsten irgendwo entsorgt.
mir hat da eine selbsthypnosetherapie geholfen, zum einen wegen meiner gefühle und zum anderen wegen der haut.
diese sollte aber nur von einem ausgebildeten therapeuten durchgeführt werden.
vielleicht findest du in deiner gegend einen therapeuten (Phsychtherapeut mit der ausbildung zur hypnose)
bei mir lief die therapie unter verhaltenstherapie und wurde deshalb auch von der kasse übernommen

Auskunft über ausgebildete Therapeuten gibt die Deutsche Gesellschaft für Hypnose e.V. Druffel Weg 3 48653 Coesfeld T:02541-70007
ich hoffe die adresse ist noch aktuell


liebe grüße sunlife :)

pso
21.07.2005, 12:01
Hallo ihr,

Danke für euren Versuch, Mut zuzusprechen! Muss sagen, dass die Nutzer hier schon wirklich bemüht sind, einem zu helfen. In Momenten wie jetzt frage ich mich, ob die Psoriasis jemals in diesem Leben wohl ganz gehen wird und dass man so leben kann wie jeder andere Mensch, halt ohne die Psoriasis. Einfach frei. Oft fühlt man sich wie in einem Gefängnis, eingesperrt im eigenen Körper weil es nichts gegen die Krankheit gibt, was sie wirklich ganz wegschafft.

Wenn ich es ganz drastisch formulieren sollte, was vielen hier sicherlich nicht gefallen wird, würde ich es so schreiben:

Die Schuppenflechte ist eine unheilbare Krankheit - doch das schlimme ist nicht, dass sie unheilbar ist, sondern die Strafe, dass man mit der Psoriasis weiterleben muss und man im Gegensatz dazu an anderen unheilbaren Krankheiten stirbt.

Das ist sicher eine sehr extreme Haltung zur Krankheit aber in manchen Momenten da denke ich wirklich so und es fällt schwer, anders zu denken. Denn rein objektiv betrachtet trägt man dieses 'Paket' und man kann es nicht einfach ablegen sondern ist damit belastet. Man lebt damit aber hat es sehr oft nicht leicht. Trotzdem muss man weiterleben, auch wenn es schwer ist und hier zu schreiben ist schon eine kleine Linderung! Jedenfalls freue ich mich, dass es ein Forum gibt, in denen wir als Psoriasis-Betroffene eine Möglichkeit haben, uns auszutauschen!

Bis dann

pso

Alfred
21.07.2005, 12:08
Hallo Pso,

versuchs doch mal mit diesem Motto:

" Die Pso lebt mit mir, nicht ich mit der Pso".

Das ist sicherlich nicht ganz einfach, aber durchaus machbar. Akzeptiere sie und tu was dagegen, aber lass Dich durch die Pso nicht runter ziehen. In diesem Sinne....

Aki

nurkurz5
21.07.2005, 12:21
Aber man kann sich das Leben auch oft sehr schön reden - die Psoriasis aber bleibt, mit ihr muss man leben.


Umgekehrt stimmt es auch. Man kann sich das Leben schlecht reden und immerhin kann man meist mit der Psoriasis ganz gut leben.

Manchmal ist P. vielleicht auch ein ganz gutes Vehikel um alle Probleme, die man so hat letztlich auf sie zu fokusieren.

Du hast keine Partnerin? Psoriasis ist schuld. Hmm - klar macht das die Sache nicht leichter aber ich kenne eine Menge Leute in deinem Alter, die aus verschiedensten Gründen derzeit keine(n) Partner(in) haben - die müssen sich einen anderen Grund "ausdenken". Versteh' mich nicht falsch - ich weiß schon, daß die Pso eine üble Sache ist aber es gibt verdammt viel anderes und vor allem Schlimmeres als sie.

Ich würde dir - da du ja selbst von den psychischen Auswirkungen sprichst - den Fachmann für diese Fragen mal ans Herz legen: den Psychologen.

Und ansonsten eben weiter probieren - irgend eines der bekannten Mittelchen sollte dir
zumindest Linderung bringen.

sunlife
21.07.2005, 13:50
Die Schuppenflechte ist eine unheilbare Krankheit - doch das schlimme ist nicht, dass sie unheilbar ist, sondern die Strafe, dass man mit der Psoriasis weiterleben muss und man im Gegensatz dazu an anderen unheilbaren Krankheiten stirbt.

ziemlich hart formuliert,ok ich kann es nachvollziehen doch wenn du dich weiterhin hinter der krankheit verschanzt dann wird sich nichts ändern.
ich habe meine mutter 2 jahre sterben sehen-sie hatte krebs-ich finde nicht dass solche krankheit besser ist,im gegenteil ,wir die wir pso haben können noch viel erleben-meine mutter konnte das nicht!
und du kannst JEDEN TAG NEU ANFANGEN dich mit der pso und vor allem MIT DIR auseinander zu setzen. denn dass man sie in den griff bekommen kann und auch erscheinungsfrei werden kann, zeigen hier im forum immer wieder betroffene,
und super damit leben kann man auch.
MAN MUSS NUR WOLLEN
willst du das? dann schaffst du es auch.
selbstmitleid bringt nichts und schon gar keine erscheinungsfreiheit.
es gibt so viele möglichkeiten zu behandeln-versuch es weiter -du findest DEINE möglichkeit die pso mit erfolg zu behandeln- da bin ich mir sicher
aber tun musst du es sonst keiner
liebe grüße sunlife

pso
21.07.2005, 18:18
Guten Abend,

Angenommen es gäbe die besagte Möglichkeit, die Psoriasis mit Erfolg zu behandeln - dann würde niemand auf der Welt mehr Schuppenflechte haben und dieses Forum wäre absolut überflüssig. Also gibt es diese Möglichkeit, die Pso einfach wegzubehandeln nicht oder nur bei einer sehr begrenzten Menge der Betroffenen. Aber davon mal ganz abgesehen:

Jeder von uns hier im Forum steht anders zu seiner Krankheit. Und ich denke nicht, dass es viel mit Selbstmitleid zu tun hat, wenn man anders leben MUSS als andere Menschen. Denn das ist Fakt und kein Gefühl. Die Hauterkrankung ist Fakt und die stellen am Körper auch. Die Probleme, die daraus resultieren sind auch Fakt. Für mich hat das nichts mit Selbstmitleid zu tun sondern damit, dass sich einige Menschen mit der Psoriasis nicht abfinden können. Diese Menschen können einige hier anscheinend nicht gut nachvollziehen. Aber es ist doch nur menschlich, dass jemand sich bestraft fühlt, wenn er ein Leben lang ein Leiden hat, wofür er nichts kann, oder?

pso

Alfred
21.07.2005, 18:57
Hi Pso,

Du fühlst Dich anscheinend mit der Pso bestraft. Da drängt sich mir die Frage auf, warum ????

Marko
21.07.2005, 20:26
"Bestraft" wird ein Psoriasiskranker nicht, er muss nur leider die Unzulänglichkeit der Natur ausbaden, die so viele Fehler und Mißstände beinhaltet, dass man sich da leicht bestraft fühlen kann. "Bestraft" werden kann man aber nur, wenn man etwas verbrochen hat.

Der Mensch darf nicht aufgeben, und Psoriasiskranke dürfen das erst recht nicht. Wenn Du Dich "bestraft" fühlst, führe Dir vor Augen, dass es eine dumme Laune der Natur ist, die Dir diese Krankheit eingebrockt hat. Kämpfe dagegen an, denn nichts ist schlimmer, als sich mit etwas abzufinden, für das man nichts kann -- dieses Gefühl finde ich wesentlich schlimmer als das Gefühl der Bestrafung, denn man kann nichts für Zufälle. Ein Mensch, der auf offener Straße von einem Blitz getroffen wird, wird schließlich auch nicht "bestraft".

Gruß,
Marko

pso
21.07.2005, 21:18
Hallo Marko,

Ich finde Deinen Beitrag und Deinen Denkansatz sehr gut und richtig und er eröffnet mir eine ganz neue Sichtweise der Lage. Eine Laune der Natur führte dazu, dass ich solche Erbanlagen in mir trage und niemand hat mich oder uns Psoriatiker bestraft mit der Pso.

Irgendwie gleich ein anderes Gefühl...danke Dir!

pso

nurkurz5
21.07.2005, 21:22
Jeder von uns hier im Forum steht anders zu seiner Krankheit. Und ich denke nicht, dass es viel mit Selbstmitleid zu tun hat, wenn man anders leben MUSS als andere Menschen. Denn das ist Fakt und kein Gefühl. Die Hauterkrankung ist Fakt und die stellen am Körper auch. Die Probleme, die daraus resultieren sind auch Fakt.
pso

Wegen den Hauterscheinungen der Pso musst du nicht anders leben als andere Menschen. Das im wesentlichen deine Entscheidung. Deine Entscheidung ist auch, ob du vielleicht etwas anders leben willst. Also z.B. nicht ins Schwimmbad gehen oder ähnliches - ob das so dramatisch ist sei mal dahingestellt.

Letztlich ist es deine Entscheidung, wie sehr du dein Leben von der Psoriasis bestimmen lässt. Ich gebe dir Recht, die Hauterkrankung ist Fakt, die von dir angesprochenen Probleme sind vielleicht für dich Fakt aber du bist derjenige der diese Fakten schafft. Ein anderer hätte vielleicht gerne deine Hauterscheinungen im Vergleich zu etwas anderem und würde sich nicht groß drum scheren. Ich kann dir nur den Rat geben dich einfach mit mehr Konzentration mit anderen Dingen zu beschäftigen. Wenn sich alles nur um die dämliche Psoriasis in deinen Leben dreht, dann wirkt sie größer und mächtiger als sie ist.

sunlife
22.07.2005, 09:42
@nurkurz
Ich kann dir nur den Rat geben dich einfach mit mehr Konzentration mit anderen Dingen zu beschäftigen. Wenn sich alles nur um die dämliche Psoriasis in deinen Leben dreht, dann wirkt sie größer und mächtiger als sie ist.
da geb ich dir absolut ohne einschränkung recht
wenn man zuläßt das die pso einen beherrscht ist das als würde man sie füttern und sie breitet sich nur noch mehr aus
wenn mann sie aber nicht so wichtig nimmt ist das der erste schritt nach vorne

@pso
doch ich kann mich sehr gut in deine lage reinfühlen und es auch akzeptieren dass du deine probleme mit der pso hast weils mir auch so ging,ich bin nur immer wieder mal viel zu direkt weil ich nicht möchte das du noch weiter reingezogen wirst in deinen gefühlssog, ich habe das nämlich schon im krassen ausmaß durch und ich möcht nicht das du dahin kommst
sorry wenn ich ein wenig hart war
liebe grüße sunlife

pollinka
22.07.2005, 14:54
@nurkurz

ganz meiner Meinung. Diese pessimistische Nabelschau ist sowas von destruktiv. Ich kenn das selber von mir und irgendwann hat's mir einfach gelangt. Es bringt einfach mal gar nüscht! Ich kann zwar immer noch nicht berichten, dass ich im Bikini ins Schwimmbad gehe, aber ich tu z.B. auch nicht mehr so, als ob das der Weltuntergang wäre.

@pso
ach Mensch, deine Gedanken kommen mir so bekannt vor, das tut fast weh. Ich wünsche dir, dass du dich mit den Jahren mit der Pso arrangieren kannst (weil, man reift ja mitunter auch in der Persönlichkeit und schafft es dann, die Welt nicht nur in Schwarz/weiß zu sehen - wobei schwarz="Pso und alle damit verbundenen Unmöglichkeiten" und weiß="alle Leute die sich nicht damit rumplagen müssen" meint)
Ich habe bei mir zumindestens den Eindruck, dass das bei mir sich langsam auf eine psychisch gesunde Haltung einpendelt (bin glaub 7 Jahre älter als du). Zumindest sind die Selbstmitleidsanfälle schon viel seltener geworden in den letzten zwei Jahren, wohlgemerkt ohne dass die Haut besser geworden wäre. ;)

ich drück dir die Daumen,

Pollinka

SusanneC
25.07.2005, 20:54
Hallo Pso!

Ich bin gerade mal drei Ajhre älter als Du - aber ich empfinde die Pso ganz anders. Für mich istd as noch min geringstes Problem, mein wanrzeichen der Seele, wenn ich ihr zu viel zumute - einS chub zeigt mir eher dass ich urlaub brauche als dass er mich quälen könnte. Ein gutes Wanrsystem, bevor michd er Druck auffrisst - und die paar dauerstellen, mein gott, gibt schlimmeres.

Und obwohl bei frauen allgemein der Fokus mehr am äußerlichen liegt hatte ich immer Männer, Freunde, und nu eine Ehemann - egal was mit der HAut ist. Gut, im Schwimmbad muss ich mich auch nciht sehen lassen, aber Liebe blickt gerne über die HAut hinweg - mein Mann hat schlimme Narben von Operationen, wird einige Dinge mit seinem kaputten kreuz nie amchen können und hat mich nach unserer Hochzeit auch über keien Schwelle getragen - naund,d eswegen Liebe ich ihn nciht weniger. Mein BEziehung ist einfach weit über Äußerlichkeiten hinaus.

Wie mand a jemand findet: Nicht ind er Disko, nicht im Schwimmbad.. Aber im Beruf, bei gemeinsamen Freunden, lange Gesprächen, vielleicht auch über eien kontaktanzeige. Einfach Wege Menschen kenne zu lernen, indem man erst viel redet. vielleicht wäre auch ein volkshochschulkurs oder eie Selbsthilfegruppe ein guter Ort für Dich, um Menschen zut reffen - oder ein alter Tip: schaff Dir nen Hund an, so schnell lernt man sosnt nie so viele mEnschen kennen. Es geht drum, einem Mädchen die Chance zu geben,D iche rst als MEnsch kenne zu lernen und danne rst als potentieller Sexualpartner - also Ezit lassen.

Und geh selbstbewusster mt der Krankheit um. Deine HAut zeigt Dir viel von Deinem innerern Zustand,w enn Dein leben unglücklich ist, wenn Deine Seele krank ist. Nutze das und ändere Dein leben entsprechend. Man aknn doie Pso auch wirklich nutzen. Lieber einS chub Pso als eien depressive Episode,e s wirdZeit zum Abschalten - gute Zeichen.

Und die Pso ist nciht an allem schuld: nciht an Deiner Schüchternheit udn kontaktarmut, nciht daran,d ass Du Dich nciht traust Dich zu verlieben oder dich sicherheitshalber nur in die falschen verliebst, nciht an wenig Freunden - das machst Du schon alleine. Die Pso ist nur ein kleiner teil - und aussehen wirklich unwichtig.

Denk mal nach, ob Du mit eienr Frau Ende 20 vielelicht auch leben köntest, die wissen oft besser,d as äußerliches eh nur schein und rauch ist der nur kurze ZEit hält - jeder wird alt.

Susi

Michi0911
27.07.2005, 15:55
Hi!
bin auch neu hier!
als ich den ersten beitrag von pso gelesen hab, dachte ich er sprichst mir aus der seele.
ich bin 20 und habe leide seit 7 jahren an schuppenflechte.
Manchmal wünschte ich ich könnte das alles so gelassen sehen wie manche das hier so beschreiben, aber ich kann das nicht.
Für mich ist diese Krankheit wie ein Fluch. Ich kann nicht schwimmen gehen, wenn ich feiern geh kann ich nicht die sachen trage die ich will.
Ich glaube wenn meine familie und meine freunde nicht zu mir halten würden, hätte ich schon längst aufgegeben. Schuppenflechte bedeutet für mich einen täglichen kampf. Nicht, dass ich meine Krankheit nicht akzeptieren kann...ich will sie nicht akzeptieren!
wenn ich mich jetzt damit abfinden würde das meine krankheit für immer so bleibt und es keine hoffnung gibt könnte ich mir, krass ausgedrückt direkt die kugel geben...

pso
27.07.2005, 18:59
Hallo,

Genau das, was Du schreibst, fühle und denke auch ich. Man kann sich gleich die Kugel geben wenn man sich mit dem Ist-Zustand abfindet, es hinzunehmen bedeutet, für immer entstellt rumzulaufen, für immer eingeschränkt leben zu müssen und für immer Nachteile und negative Erlebnisse zu haben.

Man kann sich alles noch so sehr schönreden und noch so viel sagen, dass alles ja gar nicht so schlimm ist aber als Psoriatiker lebt man anders als die anderen und man wird niemals so frei sein wie ein Mensch mit einer gesunden Haut, der ohne weiteres kurze Sachen tragen kann, ins Schwimmbad gehen kann und den Menschen nicht so verachtend ansehen.

pso

RedMoni
27.07.2005, 21:41
hallo, pso

bei dir klingt es so, dass "die anderen" perfekt seien, unbeschwert und unbelastet leben können, ohne krankheit oder leiden.... ohne neurodermitis, schwere narben, ms, leukämie, aids... wach auf: es gibt nicht wir psoler und "die anderen"... in irgendeiner form hat JEDER mensch sein päckchen zu tragen und muss sehen, wie er damit klar kommt. manche kriegen es hin, andere brauchen wieder hilfe. was absolut keine schande ist... und ich dir empfehlen würde....

pso
27.07.2005, 22:49
Hallo Moni,

Dann hast Du meinen Kommentar mißgedeutet. Ich denke durchaus nicht, dass andere Menschen sonst keine Leiden haben sondern ich spreche von Menschen, die keine größeren Päckchen zu tragen haben, von den ca. 75% der Bevölkerung, die nicht chronisch Krank sind, die nicht belastet sind durch schwerere Krankheiten sondern die sonnabends ausgehen, in Discos, die Party machen und die große Probleme nie kennen, für die das größte Problem in ihrem bisherigen Leben war, dass sie nach einem One Night Stand von einem Mädel verlassen wurden und eigentlich dachten, sie würde sie lieben.

Von Menschen, die niemals ernsthaft nachdenken und sich nie groß für andere interessiert haben, die keine großen Probleme kennen, die eingebildet sind und sich nichts aus anderen Menschen, die mehr 'Tiefgang' haben, machen.

pso

RedMoni
27.07.2005, 23:19
huhu,

ich denke mal, die meisten menschen empfinden ihre eigenen probleme als schlimm oder unangenehm und würden über deine äußerungen nur den kopf schütteln. deine these klingt schlichtweg und ergreifend nach neid und missgunst (meine kleine meinung). sicher, ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du meinst, ohne pso besser dran zu sein, aber das mindert doch nicht die negativen gefühle der anderen ob ihrer sog. "minderen probleme".

und warum sollte es dich kümmern, dass sich oberflächliche und gedankenlose menschen nichts aus menschen machen, die sog. tiefgang haben? das ist doch vollkommen nebensächlich, denn ich nehme an, du betrachtest dich als tiefsinnig.... und ich nehme auch an, dass du dir erst recht nichts aus oberflächlichen menschen machst... da beisst sich die schlange doch in den schwanz...

nichts für ungut...

sunlife
27.07.2005, 23:48
@michi
wenn ich mich jetzt damit abfinden würde das meine krankheit für immer so bleibt und es keine hoffnung gibt könnte ich mir, krass ausgedrückt direkt die kugel geben...
sich mit der krankheit abfinden heißt noch lange nicht dass die haut nicht erscheinungsfrei sein kann
das kann sie dann eher leichter da man sich nicht so sehr reinsteigert in die pso wie du und pso es tut.

liebe grüße sunlife

sunlife
27.07.2005, 23:59
@pso
Dann hast Du meinen Kommentar mißgedeutet. Ich denke durchaus nicht, dass andere Menschen sonst keine Leiden haben sondern ich spreche von Menschen, die keine größeren Päckchen zu tragen haben, von den ca. 75% der Bevölkerung, die nicht chronisch Krank sind, die nicht belastet sind durch schwerere Krankheiten sondern die sonnabends ausgehen, in Discos, die Party machen und die große Probleme nie kennen, für die das größte Problem in ihrem bisherigen Leben war, dass sie nach einem One Night Stand von einem Mädel verlassen wurden und eigentlich dachten, sie würde sie lieben.

hallo wach mal wieder auf : JEDER hat probleme in irgendeiner weise
der eine weil er vielleicht zu dick ist und gehänselt wirde -ein anderer weil er zu dünn ist und vielleicht ne krumme nase hat,der nächste vielleicht weil er das mädchen nicht bekommt das er mag (obwohl er super aussieht-aber das mädchen in nen ganz anderen verliebt ist
hey es gibt so viele verschiedene probleme --glaubst du wirklich das es menschen gibt die KEINE probleme haben?? na diesen menschen mußt du mir erst zeigen!!
bei manchen menschen fallen deren probleme auf den ersten blick nicht auf weil die seele verletzt ist sei es z.b. durch vergewaltigung, eltern die zuschlagen oder sich scheiden lassen, geschwisterstress, schulstress usw. es gibt so viele arten von problemen die super belastend sind
glaub mir ein one night stand mit folgen ist auch nicht gerade das goldene vom ei.


nichts für ungut aber schau dich öfters mal ein wenig tiefsinniger in der welt um

liebe grüße sunlife

Regina
29.07.2005, 19:47
Denkt doch mal nach, wie habt ihr (diejenigen, die die PSO auch schon sehr früh hatten) die Zeit um die 20 empfunden??

Ich habe seit meinem 3. Lebensjahr Pso und bin jetzt 45. Ich kann Pso sein Gefühlsleben voll nachempfinden, denn mir ging es früher und teilweise auch heute noch genau wie ihm. Und arrangiert habe ich mich mit meiner PSO bis heute nicht wirklich. Ich beneide immer noch die Menschen, die mit einer "glatten Haut" durch`s Leben gehen können usw. usw. Und die anderen Probleme hat man doch zusätzlich, genau wie die "Gesunden". Den Vergleich mit schweren Krankheiten finde ich nicht angemessen, wer weiß, vielleicht bekommt der Eine oder Andere später so was noch obendrauf gepackt.

1 Jahr lang war ich mal erscheinungsfrei, als ich Ciclosporin genommen habe. Ich habe dieses Jahr genossen. Es ist nun mal ein anderes Leben ohne PSO, da kann man sagen was man will.

Eine Kundin ca. 35 Jahre von mir hat PSO und zusätzlich einen künstlichen Darmausgang. Sie meinte neulich zu mir, wenn sie die Wahl hätte was verschwinden sollte, dann die PSO.

sonni180
30.07.2005, 16:07
sonni180 :)

Hallo,pso!
Deine Gedankengänge kann ich sehr gut nachvollziehen, denn auch ich habe die Psoriasis
seit meiner Kindheit.Dadurch, wie viele von uns, so manche schlechte Erfahrung durchleben müssen.Und das kann sehr verletzend sein, doch es gibt auch positive Erfahrungen! Auch ich habe noch nicht den richtigen Weg gefunden, mich so anzunehmen wie ich bin.Das heißt, im Sommer trage ich keine kurzen Sachen und ins Schwimmbad gehe ich auch nicht. Doch die Pso hat nichts damit zutun, das du keine Freundin hast. Denn hier im Forum sind bestimmt sehr viele die in einer Partnerschaft leben, sonst gäbe es nur Singels unter uns. Wenn man lächelnd durch die Welt geht, bekommt man ein Lächeln zurück! Versuch einfach mal positiver auf die Menschen zu zugehen. Vielleicht wäre es für dich mal gut, persönlichen Kontakt mit Pso-Erkrankten in einem Kuraufenthalt zu machen. Das hat mir in meiner Jugend sehr geholfen, zusehen , das auch wenn wir diese Erkrankung haben, wir trotzdem ganz normale Menschen sind.
Die Bedürfnisse,Wünsche und Träume haben! Auch wenn du immoment im einem seelischem Tief steckst, wirst du vielleicht in einigen Tagen, eine andere Sichtweise haben. Du hast hier aus dem Forum sehr viele einfühsame Tipps bekommen und kannst für dich ein paar Sachen annehmen und umsetzen.


Liebe Grüße sonni180

Pandora
28.08.2005, 18:32
Ich kann deine Gedanken auch nachvollziehen. Allerdings hab ich die erst seit ca. vier Wochen, vorher bin ich auch völlig ungezwungen mit der Pso umgegangen, bin auch Schwimmen gegangen und in die Sauna etc. Auch konnte ich die Leute, die wegen ihrer Krankheit totale Selbstzweifel haben, nicht verstehen und es war für mich auch ausgeschlossen, dass ich selber irgendwann mal wegen der Pso in Selbstmitleid versinke.

Naja, es kam dann aber doch anders: der Auslöser für mein momentanes Denken war (eigentlich klar) nen Kerl.
Ich war (und bin leider immer noch) total verschossen in den, hab auch gedacht, es könnte was draus werden, weil wir uns echt super verstehen, miteinander quatschen können...man hat das ja manchmal so im Gefühl, wenn ihr versteht was ich meine...aber dann kommt raus, dass er meine beste Freundin (der ich eigentlich sehr ähnlich bin, bis eben auf die Pso) ganz toll findet und was von ihr will.
Und seitdem drängt sich in meinem Hinterkopf ständig die Frage auf: Ist es wegen der Pso, ekelt er sich davor und is deshalb nich mehr draus geworden?
Klar weiß ich, dass das eigentlich Quatsch ist und ich nicht so denken sollte, aber dieser Gedanke lässt sich nicht einfach so wegschieben, auch wenn ich mir tausendmal sage, dass das vollkommen bescheuert ist.

Von daher hast du echt mein Mitgefühl...aber trotzdem bin ich immer noch davon überzeugt, dass diese Phase (auch bei mir) irgendwann vorbei ist und ich normal mit der Krankheit leben...ein kleiner Lichtblick am düsteren (Pso-)Horizont!

guldukat
29.08.2005, 11:13
Hallöchen,

also ich hatte die ersten Jahre auch das größte Problem mit mir selbst.Mein "dickes Fell" ist dann erst gewachsen und heute gehe ich mit der Pso um wie mit Pickeln oder anderem Quatsch.Pso hat Gott sei Dank in meinen Beziehungen nie eine Rolle gespielt.Im Gegenteil betrachte es doch mal als ultimativen Partnerschaftstest.Klar,am Anfang läuft alles über die Optik aber weisst du, ob der Mensch den du mit sagen wir mal 25 kennenlernst/heiratest mit 50 noch genausso "aussieht"? So nach dem Motto "Der Lack ist ab, du bist zu dick und hast zu wenig Haare,ich hau ab".Ich hab am Anfang immer drüber gesprochen (ist nicht so leicht) und dann meistens eine positive Reaktion gehabt und wenn nicht dann wars wohl besser so.Im Zeitalter der Allergien gibts ja genug schnupfende, hustende, kratzende Partner, so wenigstens so die Akzeptanz wachsen sollte.

Gruß

Jochen

hartmut
29.08.2005, 12:28
Beim Lesen hast du sicherlich schon mitbekommen dass es hier auch regelmaessig verschiedenste Chattertreffen gibt.Vielleicht ist dies auch fuer dich eine Möglichkeit damit etwas besser zu recht zu kommen.Denn dort bist du unter ebenfalls Betroffenen auch in Deinem Alter.Du wirst dort nicht dumm angeguckt oder dumme Sprüche werden auch nicht gemacht,es wird aber nicht nur ueber Pso geredet sondern auch ueber die angenehmen Seiten des Lebens .
Ich möchte dich auch auf die Möglichkeit des Chats hinweisen,nutze sie ruhig

pso
01.09.2005, 21:14
Nabend,

Es ist sehr interessant, eure Kommentare zu lesen und zu spüren, dass es unter euch viele gibt, die meine Bedenken, Ängste und Sorgen teilen. Vor allem die Angst vor dem ungewollten und nicht mutwillig herbeigeführtem Ungeliebtsein...man glaubt oft mehr als es tatsächlich zutrifft, dass man Probleme durch die Pso hat, so habe ich langsam begonnen zu denken.

Gestern kam ich aus Griechenland zurück, war zwei Wochen allein dort und bin dennoch mit kurzen Sachen rumgelaufen und die Sonne und das Salzmeer haben gut geholfen. Doch weiß ich, dass hier durch verschiedene Faktoren (Familie, Klime, Lieblosigkeit) die Pso bald wieder zurückkehrt aber es war doch auch ein Schub des Optimismus.

Tja, jemand im Arm zu halten, der einen WIRKLICH so lieb und versteht wie man ist, vor allem aber dass man von Menschen akzeptiert wird.

Mark

valium
20.11.2005, 12:10
Hey,

ich glaube dir geht es eher in zweiter Linie um deine Krankheit, viel wichtiger scheint die Frage zu sein, ob du überhaupt geliebt werden kannst.
Ich bin jetzt bald 21 und hab seit ein paar Jahren Pso. Ich finde es ebenso lächerlich einen positiven Umgang mit dieser Krankheit zu predigen, wie ihre Folgen (die objektive ablesbar sind) kleinzureden. Pso ist eine Hautkrankheit und nichts was man verstecken kann. Selbst wenn man in der Lage sein sollte die Symptome im Alltag (der die meisten ebenso wenig interssiert wie mich) zu verbergen, wird es spätestens dann unhaltbar, wenn man das aufzubauen versucht, worum es uns allen geht - Beziehungen zu anderen Menschen. Wir sind, und das mag vielleicht krass klingen, gezeichnet und das sehen wir ebenso wie es andere sehen. Daraus erwachsen nicht nur Berührungsängste, sondern Ängste an sich.
Wenn ich am Körper, und speziell im Gesicht, ein paar Stellen habe, schränkt mich das ein es verletzt mich und ich sehe im anderen stets das, was ich auch im Spiegel sehe, schlichte Ablehnung. Bin ich Erscheinungsfrei, hat sich mein Selbstbewußtsein bereits soweit verflüchtigt, dass ich diesen Zustand nicht für "mich" nutzen kann, bis es wieder zu spät ist und die Krankheit wieder lesbar wird.
Ich gebe mich keinen Illusionen hin, und wenn einige dies als Schwarzmalerei verstehen kann ich es akzeptieren und auch verstehen, im Umkehrschluss denke ich allerdings, dass Beschönigung eine ebenso wirksamer Selbstbetrug ist, wie das Selbstmitleid. Ich werde mein Leben lang Schwierigkeiten haben Anschluss zu finden, Freunde zu finden und zu halten und an Partnerschaft wage ich fast nicht mehr zu glauben. Der romantisierende Blick hinter die Hülle ist Augenwischerei; laufe ich durch die Stadt, ist sie tapeziert mit den Gesichtern die wir alle attraktiv finden und mein Gesicht sehe ich dort nicht. Ich sehe staunend dabei zu, wie sich Gleichaltrige finden und glücklich sind und ich finde zu diesem Glück keinen Zugang. Ich weiß wie intensiv andere in meinem Alter ihre jetztige Lebensphase empfinden, während ich stets darauf warte, dass meine Krankheit abklingt, um anschließend dasselbe zu erleben. Natürlich weiß ich, dass ich mein Leben von meiner Krankheit aus abhängig mache, aber ich habe weder die Kraft, noch fehlt mir die Einsicht konstruktiv mit einem Makel umzugehen, der eine Trennlinie zwischen mir und anderen zieht.
Berührungsängste, Depressionen, Verneinung von Zukunft und diese ganzen Spielerein sind mMn die direkte Konsequenz meiner Krankheit die dann immer weitere Kreise zieht.
John Updike hat es ja gesagt; "Diese Krankheit ist ein Fluch." Und das ist sie und sie ist kein Anfang und keine Möglichkeit und nicht Positiv, sie ist ein verdammter Fluch.

Malin
25.11.2005, 14:07
hallo

also ich kann das auch gut nachvollziehen. ich bin jetzt 24, und habe pso erst seit ich 18 jahre bin. vorher war ich gerne unterwegs, hab mich gerne sexy angezogen, bin auf leute zugegangen.
und auf einmal schauen leute seltsam, oder wollen dich nicht mehr zur begrüssung umarmen (ist auch schon passiert). klar das man dann anfängt zu überlegen was das alles soll.
momentan ist es bei mir so, das ich zumindest nicht mehr ständig heule. ich hatte die letzte zeit heftige schübe, bin nachts aufgewacht weil ich wieder alles blutig gekratzt habe (ganz zu schweigen von den schmerzen und blutflecken auf dem kopfkissen und den bezügen )
in solchen momenten denke ich auch immer: wo ist denn meine lebensquali hin? es ist ja auch nicht so, das man es nur sieht! manchmal glaub ich, würde es nicht so jucken und schmerzen - würde man nicht so oft dran denken!
also ist es schon eine einschränkung, für mich auf jeden fall. ich habe eine tochter die jetzt zwei wird (bin alleinerziehend), und ich war im sommer nicht mit ihr schwimmen weil ich es einfach nicht schaffe, mich an diesem schuppenpanzer (oder auch wenn grad ein schub vorbei ist, und es "nur" die grossen roten herde sind) nicht zu stören... aber es wird immer bessere und schlechtere zeiten geben - nur für mich ist es momentan auch eher schlecht. vielleicht liegt es ja wirklich an unserem alter, aber man hat einfach vorstellungen und wünsche die man gerne verwirklichen würde. leider hemmt die pso einen schon oft diesen weg zu gehen.

hm, fazit dieses wirren beitrages: ich WILL es gerne akzeptieren, schaffe es aber (noch?) nicht. kann dir nachfühlen und sagen: nicht aufgeben!!!

rosaAprikosa
29.11.2005, 17:13
Eigentlich beschäftigen mich zwei (2) Themen. Das 1. th. ist, das sehr viele glauben Psychische Erkrankung wie bspw. Manisch-deprissive, übersensible, u.s.w. statt mit dem Verhalten mit der Haut reagieren würden...:also Pso...Schaut bei Mannishc-depressiv rein, wenn ihr nicht genau versteht was ich meine. Es ist eine Sache ob mich die Krnakheit mit ihren Stoffwechsel-Abfällen hemmt, und nur eine Erinnerung vorhanden ist, dass ich das Leben schon mal anderes genossen, wahrgenommen habe. Dann fängt das "überlegen" an, und die Ganze Esoterik und Psycho-Theorien macht es mir nicht einfach zu verstehen, woher die Krankheit kommt und ob ich sie im Griff haben könnte.
2. Thema. ÄRZTE HÖREN DIE HÄLFTE UND INTERPRETIEREN WILLKÜRLICH: Davon ausgehend, dass sie auch Zeit sparen bei der WArnung , das bspw. Dithranol/Cignulin sich in der Leber speichert, und daher die Spannung + Schmerzen kommen könnten wird weiterhin verneint...Denn die Leber hat ja bekanntlich keine Nerven. Heute habe ich einen Bericht von einer Rhematologin, abgeholt. Die Untersuchung hat im Krkh. stattgefunden und ich habe diesmal nach einem CTG ( RöhrenUntersuchung) gefragt, weil ich befürchte, dass mann zielgenauer behandeln kann, wenn man dem Wunsch der Ärzte nachkommt und sich als "Gläserner Patient" bereitwilllig hinlegt. Ich habe der untersuchenden Ärztin in fast zwei Std. ehrlich Auskunft erteilt , über wandernde Schmerzen, die sich anfüllen wie Kurzschluß in einem Stromnetz, wobei alle Gelenke, Muskeln ja sogar im Halbschlaf einfach alles von diesem langsam wandernden Schmerz befallen wird. Dass mir die MTX - Therapie NUR Schaden gebracht hat, habe ich ihr gesagt...Nämlich, Schmerzanfälle im SCHLAF nur nach Einnahme der CHEMOTHERAPIE-MTX + Cortison-ChemieCocktails. .. und seit dem sind diese Kopfschmerzen geblieben, als hätte die Chemotherapie eine anfällige Ställe über der re. Stirnseite zersetzt. Nun steht im Bericht dieser Rheumatologin, dass Sie mich über MTX informiert hat, und ich mir noch überlegen würde , ob ich sie nehme. WARUM immer wieder diese LÜGEN?! und wie setzt ich dem Ganzen Grenzen.? Das kommt häufig vor...

Claudia
29.11.2005, 18:42
Hallo Rosa,

erst einmal noch willkommen bei uns.

Zu 2) ist mein einziger Rat: Arzt wechseln. Aber oft sind nicht richtig viele Rheumatologen in der Nähe.

Woher hast du die Weisheit, dass Dithranol sich in der Leber absetzt - wir reden beide von äußerlich angewandtem Dithranol, oder?

Es grüßt

Claudia

Steffi
29.11.2005, 21:18
Mir geht es nicht anders ich habe seit ca 1 Jahr psa und es wird von Tag zu Tag schlimmer ich habe sehr oft Tage an dennen ich weine und mich frage warum habe ich diese Krankheit warum kann ich nicht einfach schöne Haut haben wie andere Mädels in meinem Alter und momentan ist es so schlimm das ich angst habe meinen Freund zuverlieren wegen der Krankheit. Ich weiss das er damit keine Probleme hat und das er mich liebt aber ich muss erst mal mit dieser Krankheit klar kommen und das habe ich bis jetzt noch nicht geschafft bzw ich habe sie noch nicht akzeptiert ich meine 1 jahr ist ja auch noch nicht so lange aber ich fühle mich momentan einfach sehr unwohl und wenn ich ehrlich bin wenn ich darüber nach denke könnte ich schon wieder weinen die Krankheit geht mir sehr an die Psyche. ICh habe nun schon einiges ausprobiert und noch nichts hat so richtig angeschlagen wenn man wenigstens ein bisschen linderung sieht dann hätte man wohl auch wieder etwas mehr spass am leben aber momentan ist es nicht so. Man muss immer gucken was zieh ich an damit man das nicht sieht ich mache mir sogar schon keinen Zopf mehr weil mir das peinlich ist wenn man meine Ohren sieht.
Genug geredet ich hoffe ich kann in diesem Forum weitere Medikamente ausprobieren.
Und ich hoffe ich kann mit meinen wenigen Erfahrungen die ich gemacht habe trotzdem anderen Betroffenen helfen!!!

Lieben Gruß Steffi